Rürup-Rente | Vergleich-Riester-Rente.com | Rechtsschutz-Rechtsschutzversicherung.com | Haftpflichtversicherung-Vergleich.info

Berufsunfähigkeitsversicherung

Basisrente Anbieter-Vergleich!

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist neben der privaten Haftpflichtversicherung eine der wichtigsten Versicherungen. Denn der gesetzliche Schutz gegen den Verlust der Arbeitskraft ist bei weitem nicht ausreichend. Leider ist eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit auch eine der teuersten Vorsorgeformen. Auf der anderen Seite bedeutet der Verlust der eigenen Arbeitskraft, ohne ausreichende Vorsorge, oft den vollständigen finanziellen Ruin für den Betroffenen und alle für die er die finanzielle Verantwortung trägt.

Das Wichtigste zur Berufsunfähigkeitsversicherung auf einen Blick

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert dagegen ab, dass der zuletzt ausgeübte Beruf aus gesundheitlichen Gründen zukünftig nicht mehr ausgeübt werden kann. Die Einschränkung muss voraussichtlich dauerhaft vorliegen (dauerhaft bedeutet in der Praxis voraussichtlich länger als etwa 6 Monate). Im Versicherungsfall leistet die Versicherung die vereinbarte monatliche Rentenzahlung. Die Höhe der vorgesehenen Rente sollte ca. 70-100% des aktuellen Nettoeinkommens betragen. Bei vielen Anbietern die maximale prozentuale Höhe begrenzt, weshalb nicht immer eine Versicherungshöhe von 100% realisierbar ist.

Wichtig ist es darauf zu achten, dass im Vertrag keine „abstrakte Verweisung“ vereinbart wurde. Denn das bedeutet, dass man keine Rente erhält, wenn man theoretisch auch einem anderen vergleichbaren Beruf nachkommen könnte. Der entscheidende Aspekt: Gibt es einen solchen Beruf, aber der Versicherte findet keine Anstellung, dann erhält er trotzdem keine Rentenzahlungen!

Steuerliche Absetzbarkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung durch Rürup

Ohne eine Rürup-Rente lässt sich eine BU-Versicherung steuerlich nur sehr begrenzt als „Sonstige Vorsorgeaufwendungen“ absetzen. In der Praxis ist die pauschale Höchstgrenze (1500 Euro jährlich) für die zusätzlichen Sonderausgaben jedoch meist durch die Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung etc. bereits vollständig ausgeschöpft. Wurden die gesamten Beiträge zur Krankenversicherung durch den Versicherten erbracht, lassen sich bis zu 2400 Euro im Jahr ansetzen.

Eine Rürup-Rente mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung kann hingegen bis zu einer Höhe von 20.000 pro Jahr steuerlich geltend gemacht werden. Voraussetzung ist, dass der Beitrag für die Absicherung der Berufsunfähigkeit die Beiträge zu Altersvorsorge nicht übersteigt.

Was Sie sonst noch zu BU-Zusatzverscherung wissen sollten:

  • Eine Berufsunfähigkeitsversicherung erfordert eine Gesundheitsprüfung. Das gilt auch, wenn sie als Zusatzversicherung abgeschlossen wird. In aller Regel bedeutet das lediglich, dass der Versicherungsnehmer einen Fragebogen ausfüllen muss. Bei gewissen Vorerkrankungen kann es zu höheren Beiträgen oder eventuell auch zu einer Ablehnung durch die Versicherung kommen. Natürlich kann eine Rürup-Rente dann immer noch ohne Schutz gegen eine Berufsunfähigkeit abgeschlossen werden.
  • Die Höhe der BU-Versicherungsbeiträge hängt insbesondere von der gewünschten monatlichen Rente im Versicherungsfall ab, von dem Eintrittsalter und von dem aktuellen Gesundheitszustand.
  • Bei einer Kündigung der Rürup-Basisrente endet häufig auch die Berufsunfähigkeitsversicherung (genauer gesagt: bei eine Beitragsfreistellung des Rürup-Vertrags, denn eine vollständige Kündigung ist nicht möglich). Eine neue BU- Versicherung ist dann meist teurer oder der Versicherte erhält aus gesundheitlichen Gründen ggf. gar keinen neuen Vertrag mehr.
  • Da die Beiträge einer BU-Zusatzversicherung voll absetzbar sind, besteht im Leistungsfall eine Steuerpflicht der BU-Rentenzahlungen. Bei einer ungeförderten Berufsunfähigkeitsversicherung muss nur der Ertragsanteil versteuert werden. Der anzusetzende Anteil der Berufsunfähigkeitsrente ergibt sich nach dem gleichen Schema wie bei der Rürup-Rente. Das kann einen großen Vorteil bedeuten: Der zum Eintrittszeitpunkt der Berufsunfähigkeit ermittelte steuerpflichtige Anteil gilt dauerhaft auch nach Rentenbeginn und damit für die Rürup-Rentenzahlungen weiter. Bei einem Eintritt der Berufsunfähigkeit im Jahr 2011 müssten z.B. lebenslang 62% der Rentenzahlungen versteuert werden (Siehe letzter Abschnitt in: Besteuerung der Basisrente während der Rentenphase).